Dieses Gulasch weigert sich, sich zu entscheiden. Nicht Fleisch ODER Gemüse – sondern alles gleichzeitig, fließend, grenzenlos. 88% Paprika, Pilze und Karotten. Das Rindfleisch? Nur einer von vielen.
Rindfleischwürfel in Öl scharf anbraten. Herausnehmen – sein Auftritt kommt später wieder.
Im selben Topf Zwiebeln glasig dünsten. Paprikapulver einrühren – ACHTUNG: Hitze reduzieren! Paprika wird bitter wenn er verbrennt. 30 Sekunden reichen.
Karotten, Paprika, Pilze, Knoblauch, Tomatenmark einrühren. 5 Min anbraten. Hier passiert die Magie – die Vielfalt macht dieses Gulasch non-binär.
Stückige Tomaten und Brühe angießen. Kümmel und Lorbeerblatt hinzufügen. Fleisch zurück in den Topf. Alles aufkochen, dann bei niedriger Hitze 30-35 Min köcheln.
Lorbeerblatt entfernen. Mit Salz, Pfeffer und eventuell etwas Essig abschmecken. Die Sauce sollte dicklich und aromatisch sein – das Paprikapulver dominiert alles.
Mit Nockerl oder frischem Brot servieren. Ein Löffel Sauerrahm obendrauf. Petersilie darüber. Das Fleisch? Einer von vielen – und definitiv nicht der Chef.
Traditionelles Wiener Gulasch besteht zu 80% aus Fleisch. Unseres dreht das Verhältnis um – und schmeckt trotzdem (oder gerade deshalb) großartig. Das Geheimnis: VIEL Paprikapulver (edelsüß, ungarisch!) und lange Kochzeit. Die Pilze bringen die fleischige Textur, die Karotten die Süße, die Paprika die Farbe. Non-binär halt: alles drin, nichts dominiert.