Alpenländische Seelenwärmer, bei denen der Käse die Hauptrolle spielt und der Schinken nur leise flüstert. Wie Robin neben Batman: da, aber nicht der Grund warum man hinguckt.
Mehl, Eier, Wasser, Salz und Muskatnuss zu einem zähen Teig verrühren. Kräftig schlagen bis er Blasen wirft. 10 Min ruhen lassen.
Zwiebeln in feine Ringe schneiden. In reichlich Butter bei mittlerer Hitze langsam goldbraun rösten. Das dauert 15-20 Min – Geduld! Die Zwiebeln sind hier der eigentliche Star.
Großen Topf Salzwasser aufkochen. Teig portionsweise durch eine Spätzlepresse oder vom Brett ins Wasser schaben. Wenn sie oben schwimmen → rausfischen.
In einer ofenfesten Form abwechselnd: Spätzle, Käse, Schinkenstreifen, Spätzle, Käse. Die oberste Schicht muss Käse sein. Der Schinken verschwindet zwischen den Schichten – genau wie geplant.
Bei 200°C Oberhitze 8-10 Minuten, bis der Käse goldbraun und blasig ist.
Röstzwiebeln großzügig obendrauf. Schnittlauch darüber. Grüner Salat dazu – denn irgendwas Gesundes muss ja dabei sein.
Das Geheimnis perfekter Käsespätzle ist: guter Bergkäse (kein Analogkäse!), goldbraune Röstzwiebeln und der Mut, den Schinken komplett wegzulassen. Niemand wird ihn vermissen. Die Kombination aus Käse und karamellisierten Zwiebeln ist so umamibombig, dass Fleisch hier wirklich nur Deko ist.