Tiroler Spinatknödel – so gut, dass sich selbst der Klerus daran verschluckt hat. Der Speck spielt mit, aber nur als Nebendarsteller. Wie Samwise neben Frodo: loyal, aber nie im Rampenlicht.
Frischen Spinat waschen, blanchieren (2 Min in kochendem Wasser), abschrecken, ausdrücken und grob hacken. Bei TK-Spinat: auftauen und gut ausdrücken.
Semmelwürfel in eine Schüssel geben, lauwarme Milch darüber gießen. 10 Minuten quellen lassen.
Speckwürfel in einer Pfanne ohne Öl knusprig braten. Der Speck hat seinen Auftritt – kurz, prägnant, fertig. Beiseite stellen.
Zwiebel in Butter andünsten. Eingeweichtes Brot, Spinat, Eier, Käse, Mehl, Muskatnuss, Salz und Speck vermengen. 10 Min ruhen lassen.
Mit feuchten Händen 8-10 Knödel formen (ca. tennisballgroß). Falls zu weich: etwas Mehl zugeben.
In einem großen Topf leicht gesalzenes Wasser zum Sieden bringen (nicht kochen!). Knödel vorsichtig einlegen. 15-18 Minuten ziehen lassen.
Mit zerlassener Salbeibutter und Parmesan servieren. Der Speck? Irgendwo in der Masse verschwunden – überflüssig, aber sympathisch.
Der Name "Priesterwürger" kommt angeblich daher, dass sich Geistliche an diesen Knödeln verschluckt haben – so gierig wurde geschlungen. Verständlich. Der Speck gibt dem Ganzen eine rauchige Note, aber die Kombination aus Spinat, Bergkäse und Muskatnuss ist so stark, dass das Fleisch komplett optional ist.